Wem gehört das Wissen?
Das ZMI lud am 9. Juli 2009 zur Diskussion über Open Access, Google Books und den Heidelberger Appell. Dabei handelte es sich um die erste Veranstaltung der „ZMI-Wissenschaftslounge“.Mit der Podiumsdiskussion „Wem gehört das Wissen? Die Debatte um Google Books, Open Access und den Heidelberger Appell“ startete am Donnerstag, 9. Juli 2009 um 18 Uhr die Reihe „Die ZMI-Wissenschaftslounge“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen. Künftig wird das ZMI auf die großen aktuellen Debatten zum Themenkomplex „Medien und Interaktivität“ möglichst zeitnah reagieren und im Rahmen der Reihe in unregelmäßigen Abständen weitere Diskussionsveranstaltungen anbieten. Eines der nächsten Themen wird die Frage „Zeitungssterben durch Internet?“ sein.
Den Auftakt bildete die Gesprächsrunde am 9. Juli über die in Feuilletons und Blogs ausgetragenen Kontroversen um die Digitalisierung von Büchern durch „Google Books“ und die Bestrebungen von Wissenschaftlern und Wissenschaftsverbänden zur unentgeltlichen Zugänglichmachung von wissenschaftlichen Texten unter dem Stichwort „Open Access“. Mit dem „Heidelberger Appell“ richtete sich im März 2009 eine Gruppe von Wissenschaftlern und Schriftstellern gegen „Open Access“ und „Google Books“ gleichermaßen, da sie in beidem eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit sehen und eine Aushöhlung des Urheberrechts befürchten. Der Aufruf, dem sich zwischenzeitlich mehrere hundert weitere Unterzeichner angeschlossen haben, hat in den vergangenen Wochen in der Wissenschafts-Community für eine hitzige Debatte um die Zukunft des Publizierens entfacht, die in der „ZMI-Wissenschaftslounge“ aufgegriffen werden soll.
Für die Diskussionsrunde unter Leitung des Geschäftsführenden Direktors des ZMI, Prof. Henning Lobin, konnten prominente Experten gewonnen werden. So wird der Verfasser des „Heidelberger Appells“, der Heidelberger Germanist Prof. Roland Reuß in direkten Dialog treten mit den erklärten Open Access-Befürwortern Prof. Christoph Bläsi von der Universität Mainz und Prof. Wolfgang Coy von der Humboldt-Universität Berlin. Dr. Judith Wilke-Primavesi vom Frankfurter Campus-Verlag wird die Debatte aus Sicht der Verlage darstellen, zudem ist mit Dr. Till Kreutzer ein Experte für Urheberrecht in den digitalen Medien auf dem Podium vertreten.
Aufzeichnung der Debatte um Open Access, Google Books und den Heidelberger Appell
ZMI-Dossier "Von Open Access zum Heidelberger Appell"
Eine Einführung in die Kontroversen um Open Access, Google Books und den Heidelberger Appell bietet das geraqde erschienene ZMI-Dossier "Von Open Access zum Heidelberger Appell".
zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz],
19.01.2012 um 11:01 Uhr