Veranstaltungen des ZMI


Ellen Friis beim Vortrag Das ZMI ist eine Begegnungsstätte für Wissenschaftler, Künstler und eine an den Forschungsschwerpunkten des ZMI interessierte Öffentlichkeit. Das Spektrum der Aktivitäten des ZMI reicht von Konferenzen und Tagungen mit internationaler Beteiligung über Workshops, Kolloquien, Vorträge, regelmäßig stattfindende Veranstaltungen für Studierende und Nachwuchswissenschaftler bis zu thematischen Filmreihen.

Ein Highlight ist der im Jahr 2007 erstmals ausgelobte, vielbeachtete Gießener Preis für wissenschaftliche Präsentation und Lecture Performance "Performing Science", der im Jahr 2011 zum zweiten Mal stattfand. Performing Science würdigt innovative Formen der Wissenspräsentation aller Fachgebiete: wissenschaftliche Vortragskunst ebenso wie forschungsorientierte Lecture Performance oder virtuosen Medieneinsatz. Bei der zweiten Auflage im Internationalen Jahr der Chemie war der Wettbewerb dem "Experimentalvortrag" gewidmet und hat dafür mit der Robert Bosch Stiftung einen hochkarätigen Förderer und mit der BASF einen gewichtigen Sponsor gefunden.

GettochronikEin weiteres Highlight war die feierliche Eröffnung des virtuellen Erinnerungsortes "Die Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt – Das letzte Jahr" im Juni 2011 in der Aula der JLU, bei der Ulrich Matthes Passagen aus der "Getto-Chronik" las. Das Getto Lodz/Litzmannstadt war eines der größten im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten. Es galt als "Krepierwinkel Europas". Zwischen 1939 und 1944 pferchten die Nationalsozialisten hier nahezu 200.000 Juden zusammen. Das erschütterndste Dokument des Gettos ist die so genannte "Getto-Chronik". Auf rund 2.000 Seiten trugen Inhaftierte täglich die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben und Sterben zu einer Chronik zusammen, die Einblick in den Alltag und die komplexen und stets bedrohlichen Lebensbedingungen vor Ort gibt. Die letzten zwölf Monate dieses zeitgeschichtlichen Dokuments, das 2007 in fünf Bänden im Wallstein Verlag erschien, wurden durch den LOEWE-Schwerpunkt "Kulturtechnik und ihre Medialisierung" digitalisiert und im Rahmen der Veranstaltung online verfügbar gemacht. Die Lesung sowie die gesamte Veranstaltung wurden vom Hessischen Rundfunk (HR) aufgezeichnet und im Juli als Auftakt einer Sendereihe ausgestrahlt. Ab August 2011 wird in hr2-kultur ein Jahr lang täglich ein Chronik-Eintrag gelesen.

PlakatMit der Podiumsdiskussion "Wem gehört das Wissen? Die Debatte um Google Books, Open Access und den Heidelberger Appell" startete die Reihe "Die ZMI-Wissenschaftslounge" im Juli 2009. Mit der Reihe reagiert das ZMI in unregelmäßigen Abständen auf die großen aktuellen Debatten zum Themenkomplex "Medien und Interaktivität".




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zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz], 19.01.2012 um 11:01 Uhr