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ZMI-Newsletter 1/2013



Inhaltsübersicht

  1. Editorial
  2. News
    1. Delegation der Shanghaier Theaterakademie zu Gast beim ZMI
    2. Henning Lobin über Leseverhalten im digitalen Zeitalter
    3. „Impulse für die Wissenschaft“ porträtiert das ZMI-Projekt „Interactive Science“
    4. Relaunch: ZMI-Transfer-Website mit neuem Design
  3. Neuigkeiten aus den Forschungsprojekten
    1. Vielfältige Archivrecherchen für GeoBib
    2. Hinter den Kulissen von GeoBib: Wikisystem auf virtuellem Server
  4. Termine
    1. DGS-Jahrestagung: Situativität in medial vermittelten Kontexten
    2. Tagung „Transatlantic Risk Governance: New Security Risks“
    3. Geschichtslesesommer 2013
    4. Starke Gießener Präsenz auf der 34. ICAME Jahreskonferenz
    5. Stimmen aus der Praxis: ZDF-Chefredakteur zu Gast an der JLU
  5. Veranstaltungen, Events, Aktivitäten
    1. Vortrag von Anja Voeste in Berlin
    2. „Filme des Kalten Krieges, der Kalte Krieg im Film“
    3. ZMI Vortragsreihe „Gießener die Geschichte schrieben“ endete mit den „Illusionisten“
    4. Gießener Arbeitsgruppe beteiligt an Clarin-Kurationsprojekt
  6. Personalia
    1. Venia Legendi für Christoph Bieber
    2. Jana Klawitter verlässt das ZMI
    3. Neue Mitarbeiterinnen am ZMI
    4. Joybrato Mukherjee Mitglied der Delegation des Ministerpräsi-denten nach Südamerika
    5. Thomas Gloning erneut in den Lenkungskreis von Clarin-D gewählt
  7. Publikationen
  8. Kooperationspartner-News
    1. GCSC InfoDay und PhDnet Symposium bringen Studierende aus ganz Europa zusammen


Editorial


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des ZMI,


Katrin Lehnen eigentlich war der erste Newsletter dieses Jahres als Frühlingsgruß gedacht. Und hätten wir ihn letzte Woche verschickt, hätte das bei knapp 20 Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein auch geklappt. Diese Woche ist der Schnee zurückgekehrt und mit ihm Temperaturen unter 0 Grad. Das passt allerdings sehr gut zu dem neuen wissenschaftlichen Gesprächsformat, das das ZMI seit kurzer Zeit erprobt: Das ZMI-Kamingespräch. Zweimal im Semester bringt das ZMI Forscherinnen und Forscher der JLU an einem (virtuellen, mit Hilfe von YouTube unterstützten) Kaminfeuer in der ZMI-Lounge zusammen mit der Idee, medienbezogene, an Fragen der Digitalisierung ausgerichtete Forschungsprojekte und Arbeitsschwerpunkte unter einander kennenzulernen und sie mit Blick auf gemeinsame, weiterführende Vorhaben zu diskutieren. Zweimal haben diese Kamingespräche im letzten Semester in unterschiedlicher, interdisziplinärer Besetzung stattgefunden – und einige interessante Verbindungslinien hervorgebracht. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung, auch wenn die Bezeichnung ‚Kamingespräch’ für das Sommersemester noch überdacht und der Wein ggf. durch Cocktails ersetzt werden muss.
Die erste Ausgabe des Newsletters 2013 liefert neben einigem anderen Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit des GeoBib-Projekts, die sich u.a. auf die Suche nach biographischen Informationen zu AutorInnen früherer Holocaustliteratur richtet wie auch Ausblicke auf Ereignisse des kommenden Semesters, so z.B. die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe „Geschichtslesesommer“ mit drei spannenden Lesungen.


Wir wünschen Ihnen eine gute vorlesungsfreie Zeit und einen angenehmen Start ins Sommersemester.

Ihre Katrin Lehnen




News

Delegation der Shanghaier Theaterakademie zu Gast beim ZMI

Der ehemalige Generalsekretär des Goethe-Instituts Prof. Hans-Georg Knopp (Strategischer Berater der Shanghaier Theaterakademie - STA) und Prof. Tian Mansha (Vizepräsidentin der STA) waren vom 13. bis zum 15. Februar zu Gast beim ZMI. Die Delegation besprach die anstehende Gründung eines Gießener Konfuzius-Instituts und verschiedene weitere Kooperationsvorhaben. Während ihres mehrtägigen Aufenthalts trafen sich die Gäste mit Vertretern des ZMI und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) der JLU. Empfangen wurden sie am Mittwoch den 13. Februar von Prof. Henning Lobin (Direktor des ZMI) und Sabine Heymann M.A. (Geschäftsführerin des ZMI), abends nahmen sie am „Kamingespräch“ des ZMI teil. Am Donnerstag und Freitag folgten Arbeitsbesprechungen mit Prof. Gerald Sigmund, Björn Mehlig und Prof. Heiner Goebbels von der ATW.
Besuch aus China

Von links nach rechts: Die Dolmetscherin Jing Li, Hans-Georg Knopp, Sabine Heymann, Henning Lobin, Tian Mansha. Foto: ZMI


Henning Lobin über Leseverhalten im digitalen Zeitalter

Buch zum FunkkollegDer digitale Wettkampf um Aufmerksamkeit verändert Prof. Henning Lobin zufolge unser Leseverhalten zunehmend. Der Geschäftsführende Direktor des ZMI und Sprecher des inzwischen abgeschlossenen Projektverbunds „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ äußerte sich in einer Radiosendung des Funkkollegs Medien kritisch zum Wandel des Leseverhaltens. Wenn man eine Webseite betrachte, bewege sich der Blick nicht mehr von oben nach unten und von links nach rechts, wie beim Lesen eines Buchs. Vielmehr springe der Blick zwischen unterschiedlichen Inhalten, wie Werbung, Bildern, Navigationsleisten und Farben umher. Nicht zuletzt deswegen schwinde die Konzentrationsfähigkeit auf längere, nicht audiovisuell aufbereitete Texte. In einer Zeit, in der Seitenzahlen Prozentzahlen wichen, steige jedoch die Lesegeschwindigkeit. In den neuen Medien könnten auf diese Weise mehr Informationen verarbeitet werden. Bibliotheken, Verlage und Vertriebswege seien ebenfalls einem Wandel durch Digitalisierung unterworfen. Der Absatz von E-Books werde in Zukunft stark steigen. Die komplette Sendung kann hier als Podcast herunter geladen werden.
Das Funkkolleg Medien richtet sich an alle, die sich zum Stand der wissenschaftlichen Diskussion zu Fragen der Medienkultur im Digitalen Zeitalter informieren möchten, Medienmacher und Mediennutzer sowie Studierende aller Fachrichtungen. Es umfasst u.a. Radiosendungen, Veranstaltungen, Begleitmaterial und Podcasts.
(Bildquelle: http://funkkolleg-medien.de/begleitbuch/)

„Impulse für die Wissenschaft“ porträtiert das ZMI-Projekt „Interactive Science“

Impulse der WissenschaftDie neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins der VolkswagenStiftung „Impulse“ thematisiert die „Digitalisierung des Wissens“. Sie beschäftigt sich u.a. mit der Frage, ob die Digitalisierung in ein neues Zeitalter der Demokratisierung von Wissenschaft, Kunst und Kultur führt und stellt Projekte vor, die sich mit der neuen Wissensgesellschaft befassen. Unter dem Titel „Hierarchien schwinden“ wird der vom ZMI koordinierte Projektverbund „Interactive Science“ (Programm „Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften“ der VolkswagenStiftung) porträtiert, in dem es um die Auswirkungen der digitalen Medien auf die innerwissenschaftliche Kommunikation ging. Hierbei standen die Wechselwirkungen zwischen digitalen Werkzeugen und den Menschen dahinter im Fokus. Der Erfolg und Misserfolg in Online-Diskussionen lasse sich auf spezielle, dem Medium angepasste Verhaltens- und Argumentationsmuster zurückführen, so das Magazin. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten führten zudem zu bröckelnden Hierarchien. „In einem Institut hat ein wissenschaftlicher Mitarbeiter auf der dritten Hierarchieebene kaum eine Stimme“, zitiert „Impulse für die Wissenschaft“ Prof. Henning Lobin (Direktor des ZMI). „Wenn dieser Mitarbeiter jedoch einen guten Blog schreibt, kann er genauso aufhorchen lassen wie sein Institutsleiter.“ Die VolkswagenStiftung, die das 2012 ausgelaufene Projekt mit rund einer Million Euro förderte, ermöglicht Forschungsvorhaben der verschiedensten Disziplinen in zukunftsträchtigen Gebieten.

• Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Relaunch: ZMI-Transfer-Website mit neuem Design

ZMI-Transfer ZMI-Transfer, die unternehmerische Ausgründung des ZMI, hat in den letzten Wochen einen Relaunch erfahren und berät jetzt im neuen, aufgeräumten Design Bildungsinstitutionen, Unternehmen sowie Organisationen aus den Bereichen Kunst und Kultur bei ihren Digital-Business-Aktivitäten. Das forschungsnahe und interdisziplinäre Leistungsportfolio von ZMI-Transfer dient der Konzeption, Entwicklung, Evaluation und Optimierung unterschiedlichster Kommunikationsformate und -medien. Dabei steht eine ganzheitliche Analyse und Beratung im Vordergrund, die sich auf folgende Kernbereiche fokussiert: Texttechnologien, Usability Watch, E- und Blended Learning, Kommunikationskonzepte sowie Textkompetenz in digitalen Medien. ZMI-Transfer wurde 2010 von Mitgliedern des ZMI (Michael Bartel, Katrin Biebighäuser, Frank Binder, Dr. Malgorzata Dynkowska, Jana Klawitter, Karin Knibba und Jan Schmirmund) zusammen mit Prof. Henning Lobin, dem Geschäftsführenden Direktor des ZMI, gegründet.

• Zur Website von ZMI-Transfer.



Neuigkeiten aus den Forschungsprojekten

Vielfältige Archivrecherchen für GeoBib

GeoBib LogoIn den vergangenen Monaten recherchierten GeoBib-MitarbeiterInnen der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und des Herder-Instituts Marburg in verschiedenen Archiven nach biografischen Informationen zu Autorinnen und Autoren der frühen Holocaustliteratur. Christiane Weber und Markus Roth arbeiteten in den Archiven des International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen sowie der Wiener Library in London. Annalena Schmidt recherchierte im Jüdischen Historischen Institut in Warschau. Weitere Archivrecherchen – unter anderem in Washington und New York – sind für die kommenden Monate geplant.
Dr. Markus Roth ist stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und Mitarbeiter im Projekt „GeoBib“. Christiane Weber ist dort als wissenschaftliche Hilfskraft beschäftigt. Annalena Schmidt ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Herder-Institut in Marburg für das GeoBib-Projekt tätig.

Hinter den Kulissen von GeoBib: Wikisystem auf virtuellem Server

Seit Januar 2013 wird projektintern ein internetbasiertes Redaktionssystem zur zentralen Sammlung von Informationen über Autorenbiografien und Orte der frühen Holocaustliteratur eingesetzt. Dafür kommt das Mediawiki-System zum Einsatz, welches auch die technische Grundlage der Wikipedia bildet. Das System wurde von Bastian Entrup auf dem für GeoBib genutzten virtuellen Linux-Server eingerichtet. Administrativ betreut wird der vom Hochschulrechenzentrum (HRZ) bereitgestellte virtuelle Server gemeinschaftlich vom HRZ, dem Arbeitsbereich Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik und dem ZMI.
Flankierend wurde ebenfalls von Bastian Entrup eine kurze Schulungsveranstaltung zur Benutzung des Wikisystems im Kreise der ProjektmitarbeiterInnen durchgeführt. Aufgrund der Vorerfahrung aus redaktionellen Tätigkeiten an Wikipedia sind die Einstiegshürden gering und die Motivation der Mitwirkenden hoch. Bereits Ende Januar lagen über 70 Einträge zu Autoren und Personen der frühen Holocaustliteratur vor. Diese Einträge im Wikisystem bilden die Datengrundlage für die entstehende Online-Bibliografie.
Bastian Entrup ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „GeoBib“ am Arbeitsbereich Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik und im Projekt für die texttechnologische Aufbereitung der gesammelten Informationen zuständig.

• Weitere Informationen zu GeoBib finden Sie auf der ZMI-Projektseite.



Termine

DGS-Jahrestagung: Situativität in medial vermittelten Kontexten

Die Sektion „Methoden der qualitativen Sozialforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie lädt alle Interessierten herzlich zu ihrer Frühjahrstagung am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen ein. Das Thema der am 12. und 13. April stattfindenden Tagung lautet „Hier und jetzt und anderswo. Situativität in medial vermittelten Kontexten“.
Ein großer Teil der qualitativen Sozialforschung hat sich vom methodologischen Individualismus der Umfrageforschung abgewendet und einen methodologischen Situationismus implizit oder explizit in sein Zentrum gerückt. Damit wird ein starker Akzent auf das ‚Hier und Jetzt’ des Sozialen, seine Hiesigkeit und Aktualität gesetzt. Dieser konzeptuelle Fokus wird naturgemäß stark herausgefordert durch alle Kommunikationsmedien, die Situationen in Echtzeit miteinander verknüpfen und Teilnehmer zeitgleich ‚hier’ und ‚anderswo’ sein lassen. Spätestens mit der rasanten Verbreitung von mobilen und konvergenten Kommunikationstechnologien werden Medien spürbar zu ubiquitären Bestandteilen sozialer Situationen. Medien sorgen für eine zeitlich und räumlich potentiell unbegrenzte Ausdehnung von Situationen bei gleichzeitiger Vervielfältigung semiotischer Referenzmöglichkeiten. Welche Implikationen hat diese Potenzierung von Bedeutungshorizonten für die qualitative Sozialforschung? Und was bedeutet diese Transsituativität für den Situationsbegriff?
Dies sind die Leitfragen der Frühjahrstagung 2013 in Gießen zu mediatisierter Sozialität. Es wird um Voranmeldung bis Ende März gebeten. Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Heike Greschke (Heike.Greschke@sowi.uni-giessen.de).

• Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm.
• Hier finden Sie den Call for Papers.


Tagung „Transatlantic Risk Governance: New Security Risks“

Am 6. Mai 2013 findet in Berlin die Tagung „Transatlantic Risk Governance: New Security Risks“ statt. Der englischsprachige Workshop führt ausgewiesene WissenschaftlerInnen aus den USA und Europa zusammen, die Erkenntnisse und Handlungsperspektiven im Umgang mit Risiken diskutieren. Organisatoren der Veranstaltung sind die Stiftung „Wissenschaft und Politik“, die „Johns Hopkins University“ und das Netzwerk „Technikfolgenabschätzung“. PD Dr. Stephan Bröchler (assoziiertes Mitglied des ZMI) ist Mitorganisator und Referent der Tagung.


Geschichtslesesommer 2013

geleso2012Die Professur für Didaktik der Geschichte und das Literarische Zentrum Gießen (LZG) veranstalten mit Förderung des ZMI den 4. Geschichtslesesommer (GELESO) mit Lesungen sowie Werkstattgesprächen zu historischen Jugendromanen. In diesem Jahr ist er unter dem Titel „Büchner, Revolution und Auswanderung“ eingebunden in die Veranstaltungen zum Georg Büchner Gedenkjahr.
Die Lesungen, die sowohl in die Sektionsarbeit als auch in geschichtsdidaktische sowie literaturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen und Projekte mit Partnerschulen eingebunden sind, sind öffentlich und kostenfrei. Die Termine im Überblick:

• 13. Mai 2013: Lesung aus Georg B, KIZ, Beginn 18:15 Uhr, Moderation: NN
• 23. Mai 2013: Klaus Kordon „1848“, Stadtbibliothek, Beginn 19:00 Uhr, Moderation: Norman Ächtler
• 17. Juni 2013: Rolf Schmidt „Warten auf die Flut“, Margarete-Bieber-Saal, Beginn 18:15 Uhr,
Moderation: Rita Rohrbach


Starke Gießener Präsenz auf der 34. ICAME Jahreskonferenz

An der diesjährigen 34. Jahreskonferenz des International Computer Archive of Modern and Medieval English (ICAME) vom 22. bis 26. Mai 2013 in Santiago de Compostela (Spanien) nehmen aus dem Team der Gießener anglistischen Sprachwissenschaft in diesem Jahr sieben WissenschaftlerInnen teil: Tobias Bernaisch, Stefanie Dose, Dr. Sandra Götz, Prof. Dr. Magnus Huber, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Magnus Nissel und Bianca Widlitzki. Alle Gießener TeilnehmerInnen, darunter vier Mitglieder des Forschungsverbunds Educational Linguistics, halten Vorträge.


Stimmen aus der Praxis: ZDF-Chefredakteur zu Gast an der JLU

Stimmen aus der Praxis Die Fachjournalistik Geschichte und das ZMI laden regelmäßig Praktiker aus dem Bereich Medien, PR und Journalismus an die Universität Gießen ein, um über ihren beruflichen Werdegang, spezifische Aspekte der Berufspraxis, die gesellschaftliche Funktion und aktuelle Herausforderungen zu sprechen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Die Veranstaltungen finden jeweils von 18-20 Uhr, im Raum C 214, Phil I der JLU statt.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stimmen aus der Praxis“ kommt am 25. Juni 2013 der stellvertretende Chefredakteur des ZDF Elmar Theveßen nach Gießen und wird mit uns über die Zukunft des Fernsehens und seine Herausforderungen im 50. Jubiläumsjahr des ZDF diskutieren.



Veranstaltungen, Events, Aktivitäten

Vortrag von Anja Voeste in Berlin

An der gemeinsamen Konferenz „Historische Textkorpora für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Fragestellungen und Nutzungsperspektiven“ des Deutschen Textarchivs (DTA) und CLARIN-D, die am 18. und 19. Februar 2013 in Berlin stattfand, beteiligte sich Prof. Anja Voeste mit dem Vortrag „Von Schlaufen, Typen und von Schreibarbeit. Graphische Fragen und historische Korpora“.
Auf der Konferenz wurden Fragen behandelt, die im Zusammenhang mit dem Aufbau, der Pflege und linguistischen Anreicherung sowie der Nutzung historischer Textkorpora stehen. Themen waren die notwendige und wünschenswerte Größe und Güte von Korpora, Verfahren und Qualität der linguistischen Annotation und Kriterien für die Auswahl und Zusammensetzung solcher Korpora.

• Weitere Informationen finden Sie bei H-SOZ-U-KULT.


„Filme des Kalten Krieges, der Kalte Krieg im Film“

Logo TME Mit „Der Kalte Krieg im sowjetischen Zeichentrickfilm“ am 5. Februar und der Filmvorführung von „The Day after“ am 15. Januar 2013 setzte sich die Film- und Vortragsreihe des Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ in diesem Jahr fort. Die Filmreihe begleitete und ergänzte die Vorlesung „Der Kalte Krieg“ und die Übung „Quellen zum Kalten Krieg“. Im Anschluss an die Filmvorführungen bestand jeweils die Möglichkeit zur Diskussion mit den Referenten.


ZMI Vortragsreihe „Gießener die Geschichte schrieben“ endete mit den „Illusionisten“

Logo Vortragsreihe Gießener die Geschichte schrieben Dr. Friedhelm Häring referierte am 4. Februar über die „Illusionisten“ Gießens. Damit fand die Vortragsreihe „Gießener die Geschichte schrieben“ der Sektion 4 des ZMI ihr vorläufiges Ende. In der Reihe wurden Menschen in Erinnerung gerufen, die in der Stadt groß geworden sind, ausgebildet wurden oder gewirkt haben. Gießen hat in den letzten ein bis zwei Jahrhunderten eine Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten hervorgebracht. Georg Büchner, Wilhelm Liebknecht und Wilhelm Conrad Röntgen zählen ebenso dazu wie Stefan Bellof, Albert Osswald, Henriette Fürth und Horst-Eberhard Richter, um nur einige wenige zu nennen. Manche von ihnen sind im Stadtbild präsent, andere vom Hörensagen bekannt, wieder andere galt es erneut zu entdecken. Dabei wurden überraschende Bezüge geknüpft und auch solche Personen vorgestellt, deren Ruhm eher vergänglich war. Die Vortragsreihe richtete sich gleichermaßen an ein städtisches sowie – fachbereichsübergreifend – an ein universitäres Publikum. Dabei fanden die Vorträge im Konzertsaal des Gießener Rathauses großen Anklang.


Gießener Arbeitsgruppe beteiligt an Clarin-Kurationsprojekt

Im Verbund mit Partnern an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und dem Institut für deutsche Sprache in Mannheim ist eine Gießener Arbeitsgruppe beteiligt am Clarin-Kurationsprojekt „Integration und Aufwertung historischer Textressourcen des 15. – 19. Jahrhunderts in einer nachhaltigen CLARIN-Infrastruktur“, das von 2012 bis 2014 läuft. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Das Projekt wurde 2012 auf der Frankfurter Loewe-Tagung „Historical Corpora 2012“ und in einem eigenen Panel der Digital Humanities Hamburg (2012) vorgestellt. Das Hamburger Panel ist als E-Lecture dokumentiert und hier online abrufbar.



Personalia

Venia Legendi für Christoph Bieber

Christoph Bieber Mit der Erteilung der Venia Legendi am Institut für Politikwissenschaft des FB 03 der JLU hat Prof. Christoph Bieber, langjähriges, inzwischen assoziiertes Mitglied des ZMI, sein Habilitationsverfahren abgeschlossen. Das Verfahren endete am 13. Februar 2013 mit dem Vortrag zum Thema „Vernunft- oder Machtressource? Zur Konjunktur ethischer Beratungsorgane im politischen Prozess am Beispiel der Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung“. Seine Habilitationsschrift verfasste Bieber über „Die Medialisierung des Wählens“. Christoph Bieber ist seit 2011 Inhaber der Johann-Wilhelm-Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der Universität Duisburg-Essen.


Jana Klawitter verlässt das ZMI

Jana Klawitter Jana Klawitter, die von 2008 bis 2011 als wissenschaftliche Geschäftsführerin des LOEWE Schwerpunkts „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“, danach als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt A3 und zwischenzeitlich als Abgesandte in der LOEWE-Geschäftsstelle des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst tätig war, hat das ZMI zum 6. Januar 2013 verlassen. Sie konzentriert sich fortan auf die Fertigstellung ihrer Dissertation und ihre Tätigkeit als Herausgeberin des Interaktiva-Bandes „Lesen, Schreiben, Erzählen - digital und vernetzt“. Wir bedanken uns bei Frau Klawitter für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute.


Neue Mitarbeiterinnen am ZMI

Ines Schiller Seit 1. Februar 2013 ist Ines Schiller am ZMI als Geoinformatikerin für das Projekt „GeoBib“ tätig. Ines Schiller studierte zuvor Geoinformatik in Osnabrück und komplettiert nun die Besetzung der bewilligten Drittmittelstellen des vom BMBF geförderten E-Humanities-Projekt „GeoBib“.
Natali K-B Seit 15. Januar 2013 ist darüber hinaus Natali Karlova-Bourbonus am ZMI für den Bereich E-Humanities als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ihre Aufgaben umfassen neben der Möglichkeit zur eigenen Qualifikation auch Lehr- und Beratungstätigkeiten im vielgestaltigen Umfeld der sogenannten Digitalen Geisteswissenschaften, im spezielleren digitaler textgestützter Forschungsmethoden. Natali Karlova-Bourbonus studierte zuvor Literary and Linguistic Computing an der Technischen Universität Darmstadt.


Joybrato Mukherjee Mitglied der Delegation des Ministerpräsi-denten nach Südamerika

Mukherjee Prof. Dr. Joybrato Mukherjee wird den Ministerpräsidenten Volker Bouffier als Mitglied seiner Delegation vom 13. bis 21. April auf seiner Reise nach Argentinien und Brasilien begleiten. Bei dem Besuch steht neben hochrangigen politischen und Wirtschaftsgesprächen vor allem auch die Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen hessischen Universitäten und Forschungseinrichtungen und argentinischen und brasilianischen Partnern im Vordergrund.


Thomas Gloning erneut in den Lenkungskreis von Clarin-D gewählt

Gloning Prof. Thomas Gloning wurde erneut als Vertreter der Fachlichen Arbeitsgruppen in den Lenkungskreis von CLARIN-D gewählt. Gloning ist seit 2011 am Projekt CLARIN-D (Common Language Resources and Technology Infrastructure) beteiligt. Er leitet in diesem Projekt die Fachliche Arbeitsgruppe „Deutsche Philologie“.
Thomas Gloning ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des „Digitalen Wörterbuchs der Deutschen Sprache“ und seit 2012 im Wissenschaftlichen Beirat von DARIAH-DE (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities).



Publikationen

Europabilder „Europabilder im 20. Jahrhundert. Entstehung an der Peripherie“ lautet der Titel eines von Frank Bösch, Ariane Brill und Florian Greiner im Wallstein Verlag herausgegebenen Sammelbandes. »Europa« zählt zu den Schlüsselbegriffen des 20. Jahrhunderts. Was jeweils darunter verstanden wurde, wandelte sich jedoch fortlaufend. Auf welche Weise Vorstellungen über Europa in unterschiedlichen Ländern aufkamen, wird in diesem Band untersucht.
Dabei wird deutlich, dass das europäische Bewusstsein im hohen Maße durch die Auseinandersetzung mit den Rändern des Kontinents geprägt wurde. Entsprechend stehen die Wahrnehmung der Länder im Norden, Osten und Süden des Kontinents, aber auch die Begegnung mit den USA und den Kolonien im Vordergrund. Im Unterschied zu klassischen Darstellungen, die vor allem die Einigung Westeuropas nach 1945 oder ideengeschichtliche Entwürfe im Fokus haben, entsteht auf diese Weise ein deutlich anderes Bild. So lassen sich bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vielfältige Europa-Entwürfe jenseits der Politik und von Gelehrtenkonzepten nachweisen. Durch seine kulturhistorische Perspektive zeigt der Band zudem, wie durch öffentliche Diskurse und gesellschaftliche Praktiken vielfältige und weit verbreitete Vorstellungen von dem »Europäischen« aufgebracht und angeeignet wurden - sei es durch Medien, Begegnungen, Vereinstätigkeiten oder Reisen. Das Buch bildet den 5. Band der von Frank Bösch und Martin Sabrow herausgegebenen Reihe „Geschichte der Gegenwart“.
• Weitere Informationen finden Sie hier.
Florian Greiner ist zudem Verfasser des Artikels „Der "Mitteleuropa"-Plan und das "Neue Europa" der Nationalsozialisten in der englischen und amerikanischen Tagespresse“, in: Zeithistorische Forschungen 9 (2012), Nr. 3, S. 467-476. Der Artikel ist hier online verfügbar.

Mediale Transformationen des Holocausts Marcus Burkhardt, Andreas Grünes und Markus Roth sind Verfasser des Aufsatzes „Die Edition der Lodzer Getto-Chronik und ihre Multimedialisierung im Spiegel medialer Transformationen des Holocaust“, der in dem von Ursula von Keitz und Thomas Weber im Februar 2013 im Avinus Verlag, Berlin veröffentlichten Sammelband „Mediale Transformationen des Holocaust“ erschienen ist.
Kaum eine historische Phase des 20. Jahrhunderts ist so oft und immer wieder aufs Neue mediatisiert worden wie das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg. Und kaum ein Ereignis hat so viele mediale Bearbeitungen erfahren wie der Holocaust. Der vorliegende Band untersucht die Geschichte und die verschiedenen Ausformungen dieser Mediatisierung. Kinofilme, Fernsehsendungen, Romane, Comics und Websites werden daraufhin befragt, wie sie eine unablässige Aufarbeitung und Remediatisierung des Holocausts organisieren und damit das mediale Spektrum unserer Erinnerungskultur erweitert haben.
Welche materialen Probleme ergeben sich bei der medialen Darstellung des Holocausts? Wie kann Authentizität hergestellt oder gewahrt werden, auch wenn Zeitzeugen nicht mehr leben oder materiale Spuren der Vernichtung verloren sind? Welche Rolle spielen dabei mediale Eigendynamiken? Welchen neuen Spielregeln folgt eine mediatisierte Erinnerung? Stehen wir gar vor einem epochalen Wandel der Gedenkkultur? Diesen Fragen widmen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher disziplinärer und nationaler Herkunft.
• Weitere Informationen sowie eine Leseprobe finden Sie hier.

Die 100 Das von Michael Bruce und Steven Barbone herausgegebene Buch „Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente“ ist im Dezember 2012 in der deutschen Übersetzung von Michael A. Conrad im Verlag Wissenschaftliche Buchgesellschaft (Darmstadt) erschienen. Wer sich mit Philosophie befasst, wird vor allem mit einem konfrontiert: mit Argumenten. Wie in keiner anderen Wissenschaft werden Thesen und Positionen strikt mit logischen Argumenten belegt und widerlegt. Es gehört daher für jeden (angehenden) Philosophen zu den Kernkompetenzen, Argumente klar und deutlich zu formulieren, sie auf Gültigkeit hin zu überprüfen und Schwachstellen in Argumentationen ausfindig zu machen. Gleichsam gibt es innerhalb der verschiedenen philosophischen Disziplinen zahlreiche Argumente, die als Standardargumente gelten. Dieses Buch fasst die 100 wichtigsten Argumente, gegliedert nach philosophischen Disziplinen, zusammen. Sie werden kurz und prägnant in ihrer typischen Form als Prämissen und Konklusionen dargestellt. Einführende Hinweise ermöglichen eine Einordnung des Arguments in den Kontext der Debatte. Für Philosophiestudenten stellt das Buch ein unverzichtbares Basiswerk dar; interessierten Laien ermöglicht es einen gründlichen Einstieg und dient gleichzeitig als fundiertes Nachschlagewerk.
• Zum Inhaltsverzeichnis.

Fluency in Native Sandra Götz ist Autorin des soeben im John Benjamins Verlag, Amsterdam erschienenen Buchs „Fluency in Native and Nonnative English Speech“. Aus dem Klappentext: This book takes a new and holistic approach to fluency in English speech and differentiates between productive, perceptive, and nonverbal fluency. The in-depth corpus-based description of productive fluency points out major differences of how fluency is established in native and nonnative speech. It also reveals areas in which even highly advanced learners of English still deviate strongly from the native target norm and in which they have already approximated to it. Based on these findings, selected learners are subjected to native speakers' ratings of seven perceptive fluency variables in order to test which variables are most responsible for a perception of oral proficiency on the sides of the listeners. Finally, language-pedagogical implications derived from these findings for the improvement of fluency in learner language are presented. This book is conceptually and methodologically relevant for corpus-linguistics, learner corpus research and foreign language teaching and learning.
• Weitere Informationen finden Sie hier.

Zorngebete Zorngebete, der Debütroman von Saphia Azzeddine ist in der deutschen Übersetzung von Sabine Heymann im März 2013 im Verlag Klaus Wagenbach, Berlin erschienen. Azzeddines Debüt ist ein tabuloser Monolog, das zornig-zärtliche Gebet einer jungen Frau im Maghreb, ein außergewöhnlicher Bildungsroman. Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte. Eine tragikomische Emanzipationsgeschichte aus dem Maghreb.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2013:
Ein packendes Beispiel dafür, dass die Gedanken frei sind, findet Anja Hirsch in dem Roman „Zorngebete“ von Saphia Azzedine. Die Autorin erzählt von einer jungen marokkanischen Frau namens Jbara, für die, als unterstes Glied einer patriarchalen Gesellschaft, Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind. Hirsch ist beeindruckt von der „Sprache ohnmächtiger Wut“, mit der sich das Dienstmädchen in inneren Gesprächen an Allah wendet und ihr Schicksal hinterfragt, und sieht darin einen Akt der Emanzipation. Abgesehen von ein paar romantischen Einsprengseln, etwa wenn Jbara ein Koffer mit Geld vor die Füße fällt, sei die Geschichte düster und direkt, aber trotzdem „vitalisierend“. Die Rezensentin schätzt, dass das Buch für dieser Welt fremde Leser mit einem Glossar mit Worterklärungen ausgestattet ist. „So grenzwertig genau liest man selten aus einer nach außen gut abgedichteten Welt“, lautet das Fazit der begeisterten Rezensentin.

Das Warschauer Getto So wie Auschwitz für den Massenmord an den europäischen Juden insgesamt steht, so ist Warschau sicherlich das Getto des Holocaust. Hier waren insgesamt knapp 500.000 Menschen eingepfercht, mehr als in jedem anderen Getto im deutsch besetzten Europa. Und hier leisteten die verfolgten Juden Widerstand gegen ihre deutschen Peiniger. Mehrere Wochen brauchte die SS, um den Aufstand der jüdischen Widerstandsorganisation im Frühjahr 1943 nieder zu schlagen.
Eindringlich schildern Andrea Löw und Markus Roth in dem soeben im Verlag C.H. Beck, München erschienenen Buch „Das Warschauer Getto. Leben und Widerstand im Angesicht der Vernichtung“ die Geschichte des Gettos und seiner Menschen. Sie hungerten und wurden krank, sie litten und sie hatten Angst. Aber diese Menschen reagierten auf vielfältige Art und Weise auf Verfolgung und Erniedrigung. Viele von ihnen kämpften ohne Waffen ebenfalls einen heroischen Kampf, sie kämpften gegen Hunger und Krankheiten, für die Bildung ihrer Kinder, für ihr kulturelles Leben und um ihre körperliche und geistige Selbstbehauptung. Ihre Bemühungen, sich ein Leben zu organisieren, in dem es Kultur und Musik, Hilfe für andere, Liebe und Freundschaft gab, stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei kommen die Verfolgten selbst durch Tagebücher und Erinnerungen ausführlich zu Wort. Erstmals erhalten die deutschen Leser so ein lebendiges Bild vom Alltag der Menschen im Getto.

Zeichensprachen Anja Voeste hat in dem von Ursula Rautenberg u.a. im Dezember 2012 bei De Gruyter, München herausgegebenen Buch „Zeichensprachen des literarischen Buchs in der frühen Neuzeit: Die ,Melusine´des Thüring von Ringoltingen“ den Aufsatz __„Den Leser im Blick. Die Professionalisierung des Setzerhandwerks im 16. Jahrhundert und ihre Auswirkungen auf die Orthographie der Melusinedrucke“ veröffentlicht. Die „Melusine“ – als ein Beispiel des literarischen Buches, das über Jahrhunderte hinweg unterschiedliche Lesergruppen erreichte – ist bislang in erster Linie Forschungsgegenstand von Literaturwissenschaftlern gewesen, die sich vorzugsweise mit dem 15. und 16. Jahrhundert beschäftigen.
Dieser Band nimmt erstmals die gesamte Überlieferungsgeschichte vom 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert interdisziplinär in den Blick. Ganz konkret werden die verschiedenen Überlieferungsstränge in ihren Abhängigkeiten und Besonderheiten in Buch, Typographie, Text und Illustration dargestellt.



Kooperationspartner-News

GCSC InfoDay und PhDnet Symposium bringen Studierende aus ganz Europa zusammen

Unter dem Motto „Was Sie schon immer über das Promovieren in den Kulturwissenschaften wissen wollten und bisher nicht zu fragen wagten“ lud das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) am 28. Januar 2013 zu seinem jährlich stattfindenden Informationstag für Promotionsinteressierte. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Studierende der Sozial- und Kulturwissenschaften, die eine Promotion in Betracht ziehen und sich über entsprechende Perspektiven an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) informieren wollten.
Die TeilnehmerInnen konnten sich in Infomodulen, Gruppenberatungen und im ganztägigen InfoCafé mit MitarbeiterInnen des Graduiertenzentrums sowie DoktorandInnen und Post-doktorandInnen austauschen, über das Promotionsprogramm am GCSC sprechen und erste Kontakte knüpfen. Darüber hinaus bot sich den Promotionsinteressierten auch die Möglichkeit, in Einzelsprechstunden konkrete Forschungsvorhaben mit potentiellen BetreuerInnen an der JLU zu diskutieren. Auf diese Weise konnten die jungen WissenschaftlerInnen die Entscheidungsfindung pro oder contra Promotion entscheidend vorantreiben. Insbesondere in den zahlreichen persönlichen Gesprächen mit den MitarbeiterInnen sowie in der allgemeinen Feedbackrunde zeigten sich die TeilnehmerInnen begeistert von dem Promotionsprogramm des Graduiertenzentrums.

Doktorandensymposium Im Rahmen des vierten Doktorandensymposiums des vom Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) geförderten internationalen PhD-Netzwerkes „Literary and Cultural Studies“ diskutierten zehn DoktorandenInnen vom 4. bis 6. Februar 2013 in Lissabon ihre Dissertationsprojekte. An dem von der Katholischen Universität Lissabon ausgerichteten Symposium nahmen ebenfalls sieben ProfessorenInnen der Partneruniversitäten – Justus-Liebig-Universität Gießen, Universität Bergamo, Universität Stockholm, Finnische Graduiertenschule für Literaturwissenschaften in Helsinki – teil.
Die DoktorandenInnen präsentierten den Fortschritt ihrer Dissertationen und stellten dem Plenum ausgewählte Kapitel aus ihren Arbeiten vor. Feedback gab es für die internationalen Nachwuchswissenschaftler sowohl von ihren KommilitonenInnen als auch den vielfach ausgewiesenen Literatur- und KulturwissenschaftlernInnen, die das Tagungsprogramm ihrerseits mit Vorlesungen zu aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlich relevanten Themen anreicherten. Auf diese Weise bekam der wissenschaftliche Nachwuchs nicht nur die Gelegenheit, das Dissertationsthema mit einem internationalen Expertenteam auf Augenhöhe zu besprechen, sondern er erhielt überdies interessante Einblicke in unterschiedlichste Wissenschaftskulturen und deren Umgang mit komplexen, wissenschaftstheoretischen Fragestellungen.
zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz], 05.06.2012 um 14:06 Uhr