Bookmark
So wie bei Büchern auch, sind Bookmarks zunächst einmal nichts anderes als Lesezeichen. Sie haben die gleiche Funktion: Das schnelle wiederfinden von bestimmten Lesestellen, allerdings im Internet. Diese Lesezeichen können auf dem eigenen Computer oder im Internet gespeichert sein. Im letzteren Fall gibt es die Möglichkeit seine eigenen Lesezeichen mit Freunden zu teilen oder komplett öffentlich zu machen. In diesem Fall spricht man von Social Bookmarks. Durch die Verknüpfung mit den Bookmarks von anderen Nutzern lassen sich in der Regel wesentlich spezifischere Suchergebnisse produzieren als mit herkömmlichen Suchmaschinen.Blog/ bloggen
Das Blog ist das Tagebuch des Internetzeitalters. Es bezeichnet eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen Web und Log (für Logbuch). Ein Blog kann entweder von einer Person oder von einer Gruppe von Autoren mit ähnlichen Interessen betrieben werden. Sämtliche veröffentlichten Gedanken oder Meinungsäußerungen des Bloggers sind für jedermann im Internet lesbar. Einige Blogs beschränken sich nicht allein darauf individuelles Tagebuch zu sein, sondern haben einen dezidierten journalistischen Anspruch indem sie das aktuelle Tagesgeschehen kommentieren. Damit machen sie vor allem in den USA den etablierten Tageszeitungen zusehends Konkurrenz. Zu den bekanntesten Blogs in Deutschland gehören spreeblick.com und netzpolitik.org.Blogosphäre
Mit Blogosphäre (engl. "blogosphere") bezeichnet man die Gesamtheit aller Blogs im World Wide Web. Die Bezeichnung geht auf die Idee zurück, dass Weblogs durch ihre netzwerkartigen Verbindungen zueinander eine eigene soziale Sphäre bilden.Chat
Chatten (engl. to chat = schwatzen, plaudern) bezeichnet eine beliebte Kommunikationsform in Internet. Unbekannte Nutzer treffen sich in einem Chatraum und halten hier Smalltalk. Der Traditionelle Chat ist schriftbasiert, als Chatraum sieht man lediglich ein Fenster mit dem Gesprächsverlauf sowie eine Liste der Gesprächsteilnehmer, welche sich ausgedachte Spitznamen, die so genannten Nicknames, geben.Chats zeichnen sich durch schnelle Sprecherwechsel und kurze Redebeiträge aus. Da diese erst mit dem Absenden der getippten Äußerung erfolgen sind Gesprächsverläufe bei schriftlichen Chats oft verworren und weisen verschiedene, sich überlagernde Gesprächsstränge auf.
Mit der Weiterentwicklung der Technik gibt es nun auch Chaträume, die über Gespräche funktionieren, in denen man keinen Text mehr per Tastatur eingeben muss sondern einfach durch ein Mikrofon sprechen kann. Diese Voice-Chats sind durch die Übertragung der eigenen Stimme weniger anonym als traditionelle Textchats und werden daher vor allem unter Freunden verwendet, beispielsweise mit dem Internet-Telefonierprogramm Skype.
Digital Natives/ Digital Immigrants
Als „Digital Natives“ werden Personen bezeichnet, die zu einer Zeit aufgewachsen sind, in der bereits digitale Technologien verfügbar waren. Da sie bereits im Kindes- bzw. Jugendalter mit Computer, Internet und Handy in Berührung gekommen sind, sind diese Technologien integrale Bestandteile ihres Lebens. Als ältester Geburtsjahrgang der „Digital Natives“ gilt der Jahrgang 1980. Geprägt wurde der Begriff von Marc Prensky, einem ausgebildeten Pädagogen und Manager. Der Gegenbegriff zum „Digital Native“ ist der „Digital Immigrant“, welcher die digitalen Technologien erst im Erwachsenenalter kennen gelernt hat.Digitale Revolution
Der Begriff „Digitale Revolution“ bezeichnet den durch die Erfindung des Microchips ausgelösten Umbruch, der seit Ende des 20. Jahrhunderts einen Wandel der Technologien sowie sämtlicher Lebensbereiche bewirkt, vergleichbar mit der industriellen Revolution 200 Jahre zuvor. Eine zentrale Rolle spielt dabei die allgemeine Computerisierung: In den 1980er Jahren begann der Computer nicht nur in Beruf und Forschung, sondern auch im privaten Bereich Anwendung zu finden und ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Die digitale Revolution ist nicht abgeschlossen. Ein großes Potential wird z.B. noch bei der Entwicklung von Robotern gesehen.Hashtags
Hashtags wie @ und # gehen auf die Informationstechnik zurück und übernehmen bestimmte, eindeutige Aufgaben in der Kommunikation innerhalb des Internets. So wird das Zeichen @ als Anrede und Bezugnahme eines weiteren Nutzers verwendet. Über das Zeichen # findet eine Verschlagwortung von Inhalten statt, die die Suche vereinfachen sollen.Hyperlink
Kurz auch nur als Link bezeichnet, übernimmt die Funktion eines Verweis oder Querverweis. Links (Mehrzahl) sind damit elektronische Querverweise im Internet.Online-Kommunikation
Im politischen Sinne ist damit die Kommunikation zwischen politischen Personen und deren Parteien mit der Wahlbevölkerung im Medium Internet gemeint. Online-Kommunikation bedient sich dabei unterschiedlicher Werkzeuge. Eines davon wäre beispielsweise Twitter.Online-Wahlkampf
Häufig auch als eCampaigning oder Internet-Wahlkampf bezeichnet, beschreibt dieser Begriff den Wahlkampf von Parteien unter Nutzung der neuen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets. Professioneller Online-Wahlkampf wird seit 2008 vor allem mit dem Präsidentschaftswahlkampf Barack Obamas in den USA in Verbindung gesetzt und als Vergleich zitiert.Piratenpartei Deutschland
Die Piratenpartei, kurz Piraten, ist eine am 10. September 2006 in Berlin gegründete deutsche Interessenspartei, die sich in Anlehnung an das schwedische Vorbild, Piratpartiet, als Partei der Informationsgesellschaft sieht. Dabei ist sie vor allem auf das Internet und dessen Kommunikation fixiert. Der Namensbestandteil „Piraten“ spielt auf die Publicitykampagne von Musik- und Filmindustrieverbänden an, Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetze „Raubkopien“ zu nennen.Remediatisierung
Der Begriff der Remediatisierung ist ein Fachterminus der Medienwissenschaft, der von Jay David Bolter und David Gruisin Ende der 1990er Jahre in die medienwissenschaftliche Diskussion eingeführt wurde. Er bezeichnet das Phänomen, dass sich Medien im kontinuierlichen Wechselspiel mit anderen Medien befinden, indem sie andere Medien, imitieren, überbieten bzw. anderweitig aufgreifen. Zunächst anhand der digitalen Medien entwickelt, kommen Bolter und Gruisin zu dem Ergebnis, das letztlich jedes Medium andere Medien remediatisiert.Skype
Skype ist eine kostenlose Software mit Instant-Messaging Funktion und Videotelefonie. Sie ermöglicht das gebührenfreie Versenden von Textnachrichten sowie das kostenlose Telefonieren zwischen Skype-Nutzern via Internet bzw. das kostenpflichtige Telefonieren ins Festnetz und zu Mobiltelefonen. Der ebenfalls gebührenpflichtige Dienst „SkypeIn“ erlaubt es, auch Anrufe aus dem herkömmlichen Telefonnetz entgegenzunehmen. Darüber hinaus sind Konferenzschaltungen mit mehreren Gesprächspartnern möglich. Die erste Skype-Version erschien 2004 und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.Social Media
Soziale Medien bieten eine technologische Plattform, die den Austausch von Meinungen und Erfahrungen im Internet besonders einfach macht. Dabei werden die Inhalte nicht eigentlich vom Betreiber dieser Plattform gestellt, sondern von deren Nutzern selbst produziert („User Generated Content“). In erster Linie ermöglichen es Soziale Medien, die eigenen Freundschaftsbeziehungen im und über das Internet zu pflegen. Aus diesem Grund spricht mach auch von Sozialen Netzwerken. Das aktuell weltweit größte Soziale Netzwerk ist „Facebook“. Soziale Medien finanzieren sich im Wesentlichen über zeilgruppengenaue und höchst individuelle Werbung. Das heißt Nutzer von Sozialen Medien zahlen nicht im klassischen Sinne mit Geld, sondern mit ihren persönlichen Daten. Auf der einen Seite kann man also von einer Demokratisierung der technischen Kommunikation im Internet durch die Sozialen Medien sprechen, auf der anderen Seite wird den Anbietern von Social-Media-Diensten immer wieder ein zu laxer Umgang mit den Datenschutzvorschriften vorgeworfen.Software
„Software“ ist ein Sammelbegriff für alle immateriellen Komponenten eines Computersystems. Benutzt wurde der Begriff erstmals 1958 von dem amerikanischen Statistiker John W. Tukey. Der Gegenbegriff zur „Software“ ist die „Hardware“. Unter dem Begriff „Hardware“ werden die materiellen Bestandteile eines Computersystems (die Geräte selbst, die zugehörigen Kabel etc.) zusammengefasst. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung „Software“ nur auf Computerprogramme bezogen, nicht jedoch auf andere Daten.Usability
Usability bezeichnet die Benutzerfreundlichkeit von Hardware, Software oder Internetseiten. Im Internet spricht man von Web-Usability. Dabei geht es im Wesentlichen darum, Web-Seiten so zu gestalten, dass sie sich optimal in die menschlichen Handlungsweisen integrieren und eine intuitive Bedienung ermöglichen.World Wide Web
Das World Wide Web - auch Web, Netz oder WWW genannt - darf nicht mit dem Internet gleich gesetzt werden. Beim www handelt es sich um eine leicht zu bedienende grafische Benutzeroberfläche die mit so genannten Webbrowsern angezeigt werden kann und durch eine Link- also Verweisstruktur aufgebaut ist. Wer im Web surft, surft also nicht von Welle zu Welle, sondern von Link zu Link. Erfunden wurde das WWW in der Schweiz: Am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. Als Vater gilt Tim Berners Lee. Am 6. August 1991 wurde das World Wide Web zur allgemeinen Benutzung freigegeben.
zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz],
05.03.2012 um 11:03 Uhr