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Loewe-Schwerpunkt "Kulturtechniken und ihre Medialisierung"

Projekt B3: "Electronic literacy im Geschichts- und Fremdsprachenunterricht"


Projektleiter: Prof. Dr. Vadim Oswalt, Prof. Dr. Dietmar Rösler
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Katrin Fee Biebighäuser, Frederic Grandt

Projekt B2 Bild1Das allgemeine Bildungsziel electronic literacy wird mit konkretem Bezug auf den Geschichts- und Fremdsprachenunterricht analysiert. Das Teilprojekt vergleicht die Funktion von Medien für das historisch-politische Lernen sowie die Vermittlung von Fremdsprachen und untersucht empirisch die Möglichkeiten multimedialer sowie netzbasierter Lernumgebungen für inner- und interkulturelle Lernformen. Im Zentrum steht der Beitrag, den digitales Lehrmaterial und kooperatives Lernen in multimedialen Lernumgebungen in Abgrenzung zu dem klassischen Medium Schulbuch leisten können. Den Ausgangspunkt bilden Schulbuchanalysen, die die Medialisierung von Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache und den Geschichtsunterricht im Verlauf des 20. Jahrhunderts diachron vergleichen und Akzentuierungen und Standards der Fachkulturen in unterschiedlichen Phasen beschreiben. Dieser Analyseschritt dient als Folie für die empirische Untersuchung der Vermittlungs- und Lernmöglichkeiten in einer netzbasierten oder multimedialen Lernplattform, in der Lernanlässe medial gestaltet und auf die Bedürfnisse von Rezipienten abgestimmt entworfen werden können.

Projekt B2 Bild2Ergänzend zu der Analyse mediendidaktischer Produkte beschreibt das Projekt auch die notwendigen Kompetenzen, die einen didaktischen Mehrwert neuer Medien in Vermittlungsprozessen erst sicherstellen. Kooperatives Lernen in Lernplattformen im internationalen Kontext – z.B. in bilingualen transnationalen Projekten von Geschichtsstudenten oder in fremdsprachendidaktischen Projekten zur historischen Landeskunde mit peer group-Tutoren aus dem Land der Zielsprache – verlangen von den Beteiligten nicht nur die jeweils relevanten Fachkenntnisse, eine entwickelte Medienkompetenz und die Fähigkeit zur Übernahme der Fremdperspektive (Alterität). Die durch die Kooperation in Lernplattformen mögliche Abstimmung auf die Bedürfnisse des jeweiligen Gegenübers erfordert darüber hinaus auch den Erwerb narrativer und performativer Kompetenzen als Voraussetzung für eine gegenstands- und rezipientenangemessene Vermittlung von Eigenkulturellem.
Die empirische Untersuchung hat deshalb die Konstruktion und die Rezeption tutorieller Angebote im kommunikativen Prozess zum Gegenstand. Es kommen medienanalytische und qualitativ-empirische Verfahren zum Einsatz. Wie im Hinblick auf das Schulbuch geht es auch bei dem Vergleich des Einsatzes neuer Medien um den Kontrast des fachspezifisch unterschiedlichen Mediengebrauchs und seine Einbettung in unterschiedliche Lernstrukturen.

Arbeitsprogramm:
Arbeitspaket 1:
Durchführung von Medienanalysen und Schulbuchvergleichen
Arbeitspaket 2:
Entwicklung von Standards für tutorielle Angebote und Möglichkeiten ihrer medialen Ausgestaltung
LOEWE KugelnArbeitspaket 3:
Durchführung von Tutorien und Erprobung der Lernumgebungen
Arbeitspaket 4:
Empirische Auswertung der Untersuchungsergebnisse und Erprobung der Standards


zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz], 19.08.2009 um 17:08 Uhr