Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien
Teilprojekt IV: Wissenschaftliche Information, Kritik und Kontroverse in digitalen Medien
Blog des Teilprojekts IV
http://tp4blog.wissenschaftskommunikation.info/
Projektleitung:
Prof. Dr. Gerd Fritz, Prof. Dr. Thomas Gloning
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Anita Bader, M.A.
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Jurgita Baranauskaite, Kerstin Vieritz
Studentische Hilfskraft: Sarah Rögl
Das Teilprojekt untersucht mit linguistischen Methoden Ressourcen digitaler Medien für den Austausch von wissenschaftlicher Information und für die Austragung wissenschaftlicher Kontroversen sowie für die Transparenz kritischer Selbstevaluation von Wissenschaft. Es befasst sich mit dem Wandel des wissenschaftlichen Austauschs, dem zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch „Neuen Medien“ eine Fortentwicklung in ähnlicher Größenordnung zugetraut wird wie sie die Einrichtung wissenschaftlicher Zeitschriften im 17. Jahhundert bewirkt hat. Damals bewirkten die Publikationen durch ihre häufige Erscheinungsweise einen eine Beschleunigung des Informations- und Meinungsaustausches.
Nicht nur die Potentiale dieses „Medienwandels“ sind mit denen des 17. Jahrhunderts vergleichbar; auch bei anderen Merkmalen lassen sich Parallelen finden: So werden häufig noch traditionelle kommunikative Verfahren und Texttypen eins-zu-eins in eine digitale und interaktive Umgebung übernommen. Darüber hinaus sind die Akzeptanz und die Form der Nutzung digitaler interaktiver Medien in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen durchaus unterschiedlich. Der Vergleich zwischen den Wissenschaftsdisziplinen zeigt Spezifika der jeweiligen Wissenschaftskulturen auf, die jedoch teilweise im Wandel begriffen sind.
Ziel dieses Projekts ist es, mit Mitteln der linguistischen Kommunikationsanalyse empirisch zu erforschen, in welcher Form und in welchem Umfang das innovative Potenzial der neuen interaktiven Formate des digitalen Mediums in unterschiedlichen Fachgebieten genutzt wird und welche Veränderungen in der wissenschaftlichen Kommunikation und der Konstruktion von Wissen sich daraus ergeben. Es soll ein präzises Bild von der tatsächlichen Praxis der Nutzung innovativer Medienformate gezeichnet werden, das Aussagen erlaubt über Potenziale, Barrieren und Probleme der Nutzung dieser Formate im Zusammenhang bestimmter Wissenschaftskulturen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Untersuchung der Funktion von Kontroversen in der kollektiven Konstruktion wissenschaftlichen Wissens.
zuletzt bearbeitet: [|profil.btrebitz],
19.08.2009 um 17:08 Uhr